Stadtarchiv Weingarten
Vortrag
„Die Normalität des Brutalen“ – Der Zweite Weltkrieg von unten
In Kooperation mit dem Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben und der Bücherei Weingarten

Vor 80 Jahren begann das Deutsche Reich mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg. Obwohl es keine Kriegsbegeisterung gab, wurde der Krieg von der breiten Masse der deutschen Bevölkerung mitgetragen. Die meisten ließen sich zu Werkzeugen der verbrecherischen Kriegspolitik Hitlers machen. Vor allem im Osten nahm der Krieg den Charakter eines Vernichtungskrieges an. Die Gewalt wurde zur Alltagserfahrung, militärische Werte zur alles bestimmenden Handlungsmaxime.
Noch immer stellen sich viele Menschen Fragen nach Voraussetzungen für diese Kriegsgewalt bei den Soldaten und nach den Auswirkungen auf sie. Wie haben unsere Väter und Großväter, die mit der Waffe in der Hand für eine ungerechte, ja verbrecherische Sache kämpften, diesen Krieg erlebt? Wie konnten „ganz normale Männer“ bei Wehrmacht, Waffen-SS, SD und Polizei bei Tötungsaktionen der Einsatzgruppen zu Massenmördern werden? Welche Rolle spielten dabei traditionelle Feindbilder und militärische Denkweisen sowie die NS-Ideologie, von denen die Soldaten geprägt waren?
Anhand von regionalen Täterbiographien und im Lichte der neueren historischen bzw. sozialpsychologischen Forschungsergebnisse wird der Ravensburger Historiker Wolf-Ulrich Strittmatter Antworten auf diese Fragen geben und mit den Teilnehmern diskutieren.

Das Bild zeigt den Aufmarsch der Uniformierten zum "Oberschwabentag" am 14. November 1937 auf dem Jahnplatz Weingarten.

1 Abend
Mittwoch, 10.04.2019, 20:00 - 21:30 Uhr,
1 Termin(e)
Wolf-Ulrich Strittmatter
O1011-011-V
5,00 € (keine Ermäßigung, Anmeldung erforderlich)
Belegung: 
 (Plätze frei)
 

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