Epochenporträt im kulturgeschichtlichen Kontext (II): Renaissance - Reformation - Humanismus
Das Ende des Mittelalters markiert mit der Renaissance den Beginn der sogenannten "Neuzeit". Diese Umbruchzeit zeichnet sich durch eine Neu- bzw. Umorientierung in allen wesentlichen Lebensbereichen aus. Zentrale Leitlinie wird dabei die Antike und deren Gedankenwelt, wodurch der Mensch und die Natur zunehmend in den Mittelpunkt rücken. Mit der Reformation beginnt sich die religiöse Welt neu zu organisieren, was sich letztlich prägend auch auf die Folgezeit auswirken wird (s. Wintersemester 2026/2027: Barock und Gegenreformation).
Besonders anschaulich lässt sich das neue Welt- und Menschenbild natürlich anhand der Kunst vermitteln: Architektur, Malerei, und Plastik zeigen im Gegensatz zum Mittelalter ein neues, völlig andersartiges Weltverständnis, das sich letztlich auch in der zeitgenössischen Literatur widerspiegelt. Anhand ausgewählter Kunstwerke und Texte soll in den beiden Kursabenden der Zeitgeist dieser überaus spannenden Epoche dargestellt werden.